Elektromobile – mit oder ohne Führerschein

Mai 21, 2012 by: Redakteur

Elektromobile gibt es in unterschiedlichen Klassen. Die Produktpalette reicht vom medizinisch einsetzbaren Elektrorollstuhl über einige unterschiedliche Roller bis hin zum Kleinwagen beziehungsweise Nutzfahrzeug mit Elektromotor. Diese Fahrzeuge setzen manchmal auch einen Führerschein voraus, ohne den man sich im öffentlichen Straßenverkehr nicht erwischen lassen darf.

Elektromobile als Verkaufsfahrzeuge

Der Besitzer diverser Verkaufsfahrzeuge – sehr besondere Nutzfahrzeuge mit einer speziellen Ausrüstung – muss sich davon überzeugen, dass ein von ihm eingesetzter Verkäufer beziehungsweise Fahrer im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist. Es ist möglich, das Fahrzeug für einen Verkäufer bereit zu stellen, das heißt, es für ihn dort hin zu bewegen, wo er seiner Verkaufstätigkeit nachgehen soll. Reicht die erworbene Führerscheinklasse hier nicht aus, stehen bei der widerrechtlichen Nutzung der Elektromobile die gleichen Strafen im Bußgeldkatalog beziehungsweise Strafgesetzbuch, wie bei jedem anderen Fahrzeug, für das eine Fahrerlaubnis gesetzlich vorgeschrieben ist.

Nutzfahrzeuge – zwei Möglichkeiten

Für Elektromobile aus dem Bereich der Nutzfahrzeuge gibt es zwei Einsatzmöglichkeiten. Die eine ist der ganz normale Betrieb im Straßenverkehr – man denke an Gärtnereien, die mit einem kleinen Kipper oder einem Chassis mit einem anderen gewünschtem Aufbau ihrer Arbeit in einem ganzen Stadtgebiet nachgehen und zum Beispiel Grünanlagen in Schuss halten. Die zweite Möglichkeit ist der Werksverkehr, bei dem das jeweilige Elektrofahrzeug das Firmengelände nicht verlässt. Hier wird nur zwischen den Gebäuden gefahren – und das ist eventuell ohne einen Führerschein möglich. Sobald jedoch Elektromobile am Straßenverkehr teilnehmen, und das tun sie bereits beim Überqueren einer Straße, muss der Fahrer in Besitz der für das Fahrzeug vorgeschriebenen Fahrerlaubnis sein. Ausnahmslos.

Vorher informieren – keine Strafen riskieren

Bei der Information über die Elektromobile, die für die eigenen Ansprüche, ob nun privat oder gewerblich, passend sind, kann man auch herausfinden, ob man für das jeweilige Modell einen Führerschein braucht. Wenn ja, bleibt Zeit, diese Prüfung abzulegen und die Fahrerlaubnis zwischen den Klassen M und B zu erwerben. Schwarzfahren ist ein Strafdelikt und wird vor allem im wiederholten Falle mit Bewährungsstrafen und sogar Haftstrafen geahndet. Darauf sollte es nun wirklich niemand ankommen lassen, weil er zum Beispiel mit einem 45 km/h schnellen Elektroroller ohne Führerschein unterwegs ist und von der Polizei angehalten und kontrolliert wird.

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